Gemeinsame Rettung aus dem Trümmerberg
WALTROP. (pesch) Es sieht aus wie nach einem Bombenangriff: zerstörte Häuser, leblose Körper. Dieses Szenario nutzen Technisches Hilfswerk (THW) und DLRG, um gemeinsam für den Ernstfall zu üben.
In Hamminkeln bei Wesel liegt das Übungsgelände des THW. 41 Waltroper halten eine Gemeinschaftsübung ab, um den Einsatz des THW mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft besser zu koordinieren. Mit sieben Einsatzfahrzeugen und drei Anhängern geht es für drei Tage los nach Hamminkeln. Dort finden die Helfer zehn teilzerstörte Wohnhäuser vor. In Trümmerkegeln liegen neun Verletztendarsteller versteckt, die geborgen werden müssen. Darüber hinaus müssen die Helfer des Technischen Hilfswerks eine Person retten, die unter einem umgekippten Linienbus eingeklemmt ist.
Die Schadenslage sieht darüber hinaus vor, dass ein Tankwagen der Bahn gesichert werden muss, damit er nicht in eines der angrenzenden Wohnhäuser rollt.
Die ersten zwei "Opfer" werden mit der hydraulischen Schere und dem Spreizer geborgen. Ferner muss ein einsturzgefährdetes Haus mit dem Einsatz-Gerüstsystem abgesichert werden.
Es gibt also eine ganze menge zu tun für die Helfer des THW. Aber die DLRG muss kräftig mit ran, die Männer im orangenen Anzug werden erst einmal in die Höhenrettung eingewiesen. Sie müssen sich unter anderem mit dem Rollglissgerät aus dem dritten Obergeschoss abseilen und stellen darüber hinaus die medizinische Versorgung sicher.
Gemeinsame Übungen verbessern die Koordination im Ernstfall, das Gelände des THW ist dafür ideal, stellen die Helfer fest. "Die Helfer freuten sich über die Möglichkeit, Verletztenbergungen unter realistischen Bedingungen durchführen zu können", erklärt Jörg Böhm vom THW.
Darüber hinaus bietet das Gelände auch Möglichkeiten für das Fahren im schwierigen Gelände. Außerdem wird der Trümmerkegel eingenebelt, so dass auch die Atemschutzträger des THW ausgiebig unter voller Ausrüstung üben können.
- Links: