THW und DLRG übten gemeinsam
Am Samstag, 29.09.2007 trafen sich 44 THW- und DLRG-Helfer(innen) um 8.00 Uhr in der THW-Unterkunft. Nach einem gemeinsamen Frühstück verlas Jörg Böhm den Einsatzauftrag. Gegen 9.00 Uhr erreichten die ersten Einsatzfahrzeuge die Unfallstelle am Dortmund-Ems-Kanal an der Hafenstraße.
Die Übung war so konzipiert, dass fehlende Ausrüstungsgegenstände sowie Personal zwischen DLRG und THW ausgetauscht werden mussten. Dieses war nur durch regen Funkverkehr der Führungskräfte realisierbar.
So sah der Einsatzauftrag sah u.a. vor, dass ein Sportmotorboot mitten im Hafenbecken brennt. Vom Ufer aus war eine Löschung nicht möglich. Die DLRG verfügt zwar über ein Boot, besitzt jedoch weder Notstromaggregate, noch Pumpen bzw. Schlauchmaterial. Das THW errichtete für die DLRG eine Pumpenstrecke, damit der Brand vom Boot aus bekämpft werden konnte.
Aufgabe des THW war es eine verletzte Person, die auf der Kanalbrücke an der Viktorstraße lag, abzubergen. Das vorgegeben Szenario sah vor, dass die Hafen- wie auch die Viktorstraße nicht befahren werden durften. Es war den Retter untersagt den Kanaldamm zu betreten. Somit war das erforderliche Personal wie auch das Material auf dem Wasserweg zur Schadensstelle zu befördern. Im DLRG-Boot war hierfür zu wenig Platz. Infolge dessen wurde das Schlauchboot des THW entsprechend beladen. Da der Ortsverband Waltrop nicht über einen Außenbordmotor verfügt, wurde das Schlauchboot vom DLRG-Boot abgeschleppt, da der Material- Personaltransport durch Paddeln zu lange gedauert hätte. Die Personenbergung mittels Rollgliss-Gerät übernahmen Helfer des THW. Die Bergung erfolgte direkt ins DLRG-Boot.
Im Frühjahr diesen Jahres nahmen einige DLRG-Helfer(innen) an einem Lehrgang "Personenbergung aus unwegsamen Gelände" teil. Es wurden lediglich theoretische Inhalte vermittelt. Da die DLRG nicht über die erforderliche Ausstattung verfügt das Erlernte praktisch umzusetzen, stellte das THW das Equipment zur Verfügung. Somit hatten die DLRG-Helfer die Möglichkeit eine Person eigenständig zu bergen.
Auch an der Bergung einer weiteren Person war die DLRG beteiligt, da der Einsatzauftrag vorsah, dass die DLRG die medizinische Versorgung der verletzten Personen bis zur Verletztenablage übernehmen sollte. Für die Bergung der Person war es erforderlich, dass zunächst vom THW eine Seilbahn von der Hafenstraße bis zum Kanaldamm gebaut werden musste. Die am Straßenrand liegende Person wurde mit Hilfe der Seilbahn zum Kanaldamm transportiert, wo die DLRG die weitere Versorgung übernahm.
Die Verantwortlichen beider Hilfsorganisationen konnten auf eine erfolgreiche Übung zurückblicken. Die gemeinsame Zusammenarbeit soll weiter forciert werden. So nehmen an der THW-Wochenendübung vom 12.10.-14.10.2007 in Hamminkeln auch DLRG-Helfer(innen) teil. Bei dieser Veranstaltung sollen die DLRG-Mitglieder in die Geheimnisse der "Personenbregung aus Höhen und Tiefen" eingeführt werden.
